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Neue Funktechnologie SALTO BLUEnet

Bluetooth als Basis funkvernetzter Zutrittssysteme

 

BLUEnet ist die neue Wireless-Technologie von SALTO für die Funkvernetzung von kabellosen Türkomponenten. Sie nutzt die Bluetooth-Schnittstelle für die Kommunikation.

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Die neue Wireless-Technologie SALTO BLUEnet nutzt die Bluetooth-Schnittstelle für die Kommunikation.

Dank seiner Eigenschaften eignet sich Bluetooth neben der Übertragung von mobilen Schlüsseln für Mobile Access auch für die Übermittlung von klassischen Zutrittsdaten, wie Berechtigungen, Blacklists, Türstatus, Batteriestand etc. – und damit als Basistechnologie für funkvernetzte Zutrittssysteme. Diese sind eine hervorragende Ergänzung von offline vernetzten Anlagen für Zutrittspunkte, an denen eine Echtzeitüberwachung von Türen nötig ist, jedoch eine Verkabelung zu aufwändig oder teuer ist. Die Wireless-Technologie verbindet die batteriebetriebenen elektronischen Türkomponenten per Funksender/-empfänger mit Gateways, die wiederum per Ethernet mit dem Server kommunizieren.

Bluetooth kann in Wireless-Zutrittsanlagen etliche seiner Eigenschaften gewinnbringend ausspielen. Die Technologie bietet in erster Linie eine stabile Kommunikation zwischen der Hardware. Denn die Chips wählen permanent die besten Übertragungskanäle abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Belegung («Frequency Hopping»). Das geht sogar so weit, dass üblicherweise oft genutzte Kanäle künftig übersprungen werden. Damit minimiert Bluetooth Interferenzen (Störungen) mit anderen Funkstandards, die im gleichen Spektrum arbeiten.

Zugleich punktet Bluetooth mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit, grosser Datenrate (bis zu 2 Mbit/s) und geringer Latenz (rund 2,5 ms), was wesentlich zu einem zuverlässigen Betrieb beiträgt.

Hinsichtlich der Sicherheit stellt Bluetooth etliche Mechanismen bereit. Entscheidend ist aber, in welcher Form das System die Daten übermittelt. Hier setzt SALTO bei seinem neuen Wireless-System BLUEnet auf die neuesten Möglichkeiten und sichert die verbreiteten Daten mit einer AES-256-Bit-Verschlüsselung – der höchsten derzeit verfügbaren Verschlüsselung.

Der Aufbau der Infrastruktur von BLUEnet gleicht jenem der bisherigen Wireless-Technologie SALTO RFnet. Beide Technologien, RFnet und BLUEnet, können in einer Installation parallel betrieben werden. Daher können an die neuen Gateways sowohl BLUEnet- als auch RFnet-Nodes über den RS485 Bus angeschlossen werden. Ebenso lassen sich an Gateways im Bestand beide Arten von Nodes anbinden. Hierfür muss lediglich die Firmware in den Gateways aktualisiert werden.

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SALTO RFnet und BLUEnet können in einer Installation parallel betrieben werden.

An die Gateways und Nodes können jeweils bis zu 16 elektronische Beschläge angeschlossen werden. Die Gateways können bis zu sieben Nodes (ein internes und sechs externe) verarbeiten, sodass über ein Gateway bis zu 112 Funk-Beschläge angebunden werden können – abhängig von den baulichen Gegebenheiten.

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An die XS4 Gateways (links) können jeweils bis zu sieben Nodes (rechts) angeschlossen werden, wodurch über ein Gateway bis zu 112 Funk-Beschläge angebunden werden können.

Mit der neuen Wireless-Technologie können ab sofort der Langschildbeschlag XS4 One sowie die BLE-Versionen des Kurzbeschlags XS4 Mini und des Design-Schlosses Ælement auch über Funk in den SALTO Zutrittslösungen betrieben werden. Dafür ist keine Konfiguration an der Hardware nötig.

Für die Managementsoftware ProAccess SPACE ist ein eigenes Add-on zur Funkvernetzung erhältlich, worüber die SALTO BLUEnet Komponenten verwaltet werden. Dank der Funkvernetzung lassen sich so Türen kabellos in Echtzeit überwachen, inklusive Tür-offen-Alarm, sowie aus der Ferne öffnen oder sperren.

Bluetooth versus WLAN

Bluetooth als Übertragungstechnologie in Wireless-Systemen weist insbesondere gegenüber einer Vernetzung über WLAN deutliche Vorteile auf. Nicht immer ist gewährleistet, dass alle Elemente in einem WLAN reibungslos miteinander funktionieren. Änderungen an der Konfiguration einzelner Geräte, die eigentlich nichts mit der Zutrittskontrolle zu tun haben, können die Kompatibilität beeinträchtigen und somit den Betrieb negativ beeinflussen. Darüber hinaus verursachen die Sicherheitseinstellungen von WLANs häufig Probleme in der Praxis, wenn die Firewall Datenströme blockiert oder Ports an Routern nicht freigegeben wurden. Obendrein kann in einem WLAN die Priorisierung der Datenpakete zu Verzögerungen beim Datentransfer führen. Gerade in Anwendungen, in denen eine Türüberwachung in Echtzeit gewünscht ist, kann dieses Szenario den ursprünglichen Zweck einer Wireless-Zutrittskontrolle ad absurdum führen.

Ein weiterer, häufig unterschätzter Aspekt ist der hohe Energieverbrauch, der für den Betrieb in einem WLAN anfällt. Typischerweise verzichten Anwender bewusst auf eine Verkabelung von Türen, wenn sie auf funkbasierte Zutrittslösungen setzen. Entsprechend muss aber auch die Batterielebenszeit in den elektronischen Beschlägen und Zylindern beachtet werden.